Selbstliebe ist doch ganz einfach? Ja? Nein, leider überhaupt nicht!

Selbstliebe ist doch ganz einfach? Ja? Nein, leider überhaupt nicht!

26.03.2018 auf Brigitte-H-Alsleben.de erschienen, aber es ist immer aktuell, deshalb auch heute hier als Premiere für Alsleben’s Kolumne noch mal diesen Beitrag!

Gerade las ich in einem der Bücher über das Thema „Selbstliebe“, die momentan wie Pilze aus dem Boden schießen, folgenden Satz : „Selbstliebe ist ganz einfach. Sie geht einfach mit der bewussten Entscheidung einher sich selbst zu lieben.“ Also sprich – sich nur dafür zu entscheiden und zu sagen, „ich liebe mich!“ Toll, klasse, ein phantastischer Rat. Diesen habe ich vor etwa fünf Jahren schon mal gelesen und sofort befolgt und durchgeführt.

Aber was macht dieses dämliche Unterbewusstsein, das genau das Gegenteil annimmt. Wer glauben Sie, gewinnt?

Wer soll denn nun Dein Herzblatt sein, dein bewusstes Wollen und sagen von „Ich nehme mich voll und ganz an“. Aber bitte unbedingt wenigstens 300 Mal in der Stunde, sonst hilft es nicht. Das machen Sie drei Wochen lang, danach…(können Sie froh sein, wenn Sie nicht in die Psychiatrie eingeliefert worden sind) oder Dein Unterbewusstsein, das ganz anderer Meinung ist und dies immer mal wieder ganz sutsche von sich gibt? Ja wer glauben Sie wird nun Sie glücklich machen und Ihr Herzblatt sein?

Ich habe es damals auch probiert und was war. Juhu das Unterbewusstsein hat gesiegt. Ich liebte mich kein Deut mehr. Es kam dann noch die Überzeugung dazu „Nicht mal das kriegst du hin“

Es ist eben kein Kniff oder kein Trick oder Satz, für den ich mich nur entscheiden muss und dann ist es da. Denn wie schrieb ich gestern, obwohl man sich absichtlich A wünscht oder vorbetet, jedoch die eigene unbewusste Seite C bevorzugt, wird man A nie erreichen, wenn das eigene Unterbewusstsein C will. Denn der unbewusster Anteil hat das Sagen. Und das muss man begreifen und dann dort ansetzen.

Sorry, dass ich schon wieder auf das Buch „Generalprobe Leben? Nein, wir leben bereits die Premiere“ (Infos hier) zu sprechen komme, aber dort wird es genauer erklärt. Eigentlich hat das Buch einen falschen Titel, denn alles was dort beschrieben wird, ist ein gangbarer Weg zur Selbstliebe, denn „das Problem ist, es gibt, keine Tablette, keinen Trank, keine Abkürzung, die man nehmen kann, keinen Kniff, den man anwenden könnte. Und es gibt auch leider nicht die einzig wahre Aufgabe, das einzig wahre Tun und „Abrakadabra“, nun ist sie da, die bedingungslose Selbstliebe… Es ist ein Weg, auf dem ich immer wieder vielleicht vor die selben Fragen gestellt werde. Das Sich-selbst-lieben-lernen ist ähnlich dem Lernprozess, wie wir überhaupt als Kind unsere Muttersprache… oder … Laufen gelernt haben. Das war auch eine Entwicklung,…Das dauerte, aber irgendwann mit Beharrlichkeit, Geduld und Vertrauen konnten wir sowohl laufen als auch unsere Muttersprache vollkommen automatisch und unbewusst wie das Atmen.

So ist bedingungslose Selbstliebe zu erreichen und es gibt immer wieder auf dem Weg dorthin Rückschläge. Diese nur zu sehen, sich nicht selbst dafür anzugreifen, sondern vielleicht eine neue, noch bis her unerkannte Überzeugung über sich selbst im Unterbewusstsein kennenzulernen, ist erneut ein Schrittchen in die gewünschte Richtung. Denn wenn ich diese mir bewusst mache, und überlege, ist sie wahr. Das zum Beispiel mit „the work“ von Byron Katie. Wird auch im Buch gezeigt.

Ihre Brigitte H. Alsleben

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