Wann , wenn nicht jetzt wollen Sie leben? Bekommen Sie vergeudete Jahre Ihres Lebens zurück? Nein!

Wann , wenn nicht jetzt wollen Sie leben? Bekommen Sie vergeudete Jahre Ihres Lebens zurück? Nein!

„Genaugenommen leben sehr wenige Menschen in der Gegenwart, die meisten bereiten sich gerade vor, demnächst zu leben.“

Jonathan Swift (1667 – 1745)

Wann wollen Sie denn endlich beginnen zu leben?

Bekommen Sie die vergeudeten Jahre Ihres Lebens zurück? Nein!

Doch gibt es für unser Leben einen Nachschlag? NEIN!

Ein Leben kann doch verglichen werden mit einem Tropfen dieses Gebirgsbaches, oder? Wenn er nun an diesem kleinen Wasserfall vorbei ist, kann er da umkehren und es noch mal erleben? Nein, er ist schon weiter.

Darf ich Sie etwas fragen? Nachdem Sie vielleicht schon eine Weile meinen Blog hier verfolgen.

  • Leben Sie jeden Augenblick bewusst und Ihr ureigenes Leben?

  • Haben Sie sich selbst zum wichtigsten Menschen in ihrem Leben gemacht oder haben es zumindest vor?

  • Haben Sie sich ihre Macht über Ihr Leben zurückgeholt, wenn Sie diese abgegeben hatten?

Wenn Nein. Warum nicht? Keine Zeit. Das kann ich verstehen, denn die Zeit hier auf Erden ist manchmal schneller vorbei , als wir denken. Aber Moment mal, wenn Sie meinen Blogbeitrag lesen, dann sind Sie ja noch hier, oder?

Nein, im Ernst, die Lebenszeit ist begrenzt, und das heißt für mich, intensiv und freudig zu leben. Jeden Augenblick, so zu verbringen und so intensiv zu nutzen, als wäre es mein letzter. In einem Beruf zu arbeiten, bei dem ich anderen meine Erfahrung und mein Können zur Verfügung stellen darf. Wie zum Beispiel, die liebevollen Ansätze unserer Welt mit zu entwickeln und durch Verbreitung des Ansatzes „bedingungslose, wirkliche Selbstliebe als Voraussetzung für Frieden auf dieser Erde zu sehen“ und immer wieder, auch wenn es nervt, leidenschaftlich dafür zu werben. Jedoch auch, dass ich wirklich selbst energisch und massiv das zu „leben“ versuche, was ich für andere schreibe. Was manchmal gar nicht so einfach ist.

Denn die vielen Schichten, die die Gefühle verdecken, die meine Selbstliebe noch tangiert und unbewusst angegriffen haben, und als Spiegel (Knöpfedrücker) in meiner Umwelt sich zeigten, wollten abgetragen werden. Das ist zeitaufwendig und nicht mal eben so zu machen.

Was fragte ich neulich hier: Wer ist der wichtigste Mensch in Ihrem Leben? Und wer war es? Sich selbst und Ihr Leben sind das wichtigste und wertvollste, was Sie haben! Jedoch messen wir vielen Dingen ihren Wert erst dann zu, wenn wir diese nicht mehr nutzen können. Schon als Jugendliche wurde mir das sehr anschaulich gezeigt. Die Funktion meiner Hände war für mich selbstverständlich. Aber so richtig klar wurde mir das erst, als ich mir meine rechte Hand durch einen Sturz verstaucht habe. Oder unsere Beine, die uns überall hinbringen. Vor acht und sechs Jahren wurde mir durch zwei Fußbrüche deutlich gemacht, dass die kleinste Stufe ein fast unüberbrückbares Hindernis sein kann. Die Dankbarkeit, meine Hände und Füße wieder uneingeschränkt benutzen zu können, fühle ich heute noch, und ich gehe seitdem sehr viel pfleglicher und bewusster mit meinem Körper insgesamt um. Zumal Sie ja auch wissen, dass sich in solchen Symptomen, was Brüche ja auch sind, andere Ursachen erkennen lassen und so ihre absolute, positive Berechtigung haben. Aber das können Sie im Beitrag: „Vom Glück und der Berechtigung einer Krankheit“ nochmals lesen, wenn Sie wollen. Was nehmen wir sonst so alles als selbstverständlich hin? Überlegen Sie mal, vielleicht Sie Ihr ureigenes Leben?! Machen Sie jeden Moment Ihres Lebens einen Schritt oder wenigstens ein Schrittchen in Ihre ersehnte Richtung oder verschieben Sie es auf irgendwann? Dieses „Irgendwann“ kann manchmal schnell zu spät sein?! Vor ein paar Jahren, ich war ziemlich am Ende, habe ich mich gefragt, „wo ist eigentlich meine Lebenszeit geblieben?“, aber nur um mir gleich zu antworten „es war deine ureigene Entscheidung so dein Leben zu verleben.“ Als Beispiel sehe ich die vielen stundenlangen Telefonate, die nur dazu dienten mich abzulenken oder mir, damals meine Langeweile zu nehmen, die mich ja gezwungen hätte, mich mal um mein eigenes Innenleben zu kümmern.Aber mal ehrlich, so unter uns: Haben Sie immer Lust darauf zu telefonieren, wenn Sie angerufen werden? Ich nicht!

Deshalb habe ich vor ein paar Jahren beschlossen, zwar mein Smartphone zu behalten, jedoch nur für Notruf und besonders für die Möglichkeit unterwegs Mails/ WhatsAPPs zu schreiben und zu empfangen und Telefonate, nur wenn man sich auf einen Termin zum gemütlichen telefonieren bewusst verabredet hat, falls ein persönliches Treffen im Café oder wo auch immer nicht möglich ist. Ich habe durch diesen einfachen Schritt, jetzt mehr Zeit für mich und trotzdem intensive vertrauensvolle Freundschaften.

Denn auch meine Bekannten setzen sich hin und schreiben ihre Erlebnisse und „Probleme“ auf. Sie beschäftigen sich damit und fühlen die Freude des einen und die mulmigen Emotionen des anderen so nochmal. Ich habe dann die Möglichkeit diesen Brief zu lesen, wenn ich Zeit und Muße habe und muss sie mir nicht, gezwungener Maßen, zu einem, für mich, unpassenden Zeitpunkt anhören. So kann ich viel entspannter darauf eingehen.

Auch in Unternehmen, die ich bisher beraten habe, ist eingeführt worden, dass die Mitarbeiter nur schriftlich erreichbar sind und diese, Mails/Briefe nur zu bestimmten Zeiten abgerufen und bearbeitet werden. Nach dem Motto, lieber eine richtige, qualitative Antwort als eine schnelle und falsche. Ebenso wurde herausgefunden, dass auf diese Art und Weise, die Konzentration bei der eigentlichen Arbeit erhalten bleibt und gleichzeitig viele Übertragungsfehler, aufgrund Missverständnissen bei einer mündlichen Kommunikation, vermieden werden konnten.

Also nicht auf Ihr wenn-dann-Leben warten, denn das kommt nie so gewünscht, sondern beginnen Sie mit dem  Trotz-allem-Leben und machen Sie sich jede Minute zu einem einzigartigen Geschenk.

Lesen Sie den Text von Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler:

Meine Seele hat es eilig.

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süßigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.“

Wenn wir erkennen, dass dieses Leben keine Generalprobe hat und wir nur dieses eine Leben haben, dann beginnt das zweite wirklich gelebte Leben! Deshalb sollte das zweite Leben möglichst früh beginnen. 

Ihre Brigitte H. Alsleben

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