Wissen Sie was wahre Liebe ist und, dass diese bedingungslose Liebe jetzt gelebt werden will?

Wissen Sie was wahre Liebe ist und, dass diese bedingungslose Liebe jetzt gelebt werden will?

„Unglücklich ist, wer nicht weiß, was lieben heißt.“

Teresa von Avila (1515 – 1582)

Wer also nie gelernt oder mitbekommen hat, was wahre Liebe, bedingungslose Elternliebe ist (Eltern , die ihr Kind also als das tollste, wunderbarste und schützenwerteste Geschöpf in ihrem Leben sehen),und sogar erfahren musste, dass er so wie er ist, nicht in Ordnung ist, kann oft selbst keine Liebe empfinden!

Dieser Mensch kennt es nicht. Er kann weder sich selbst, geschweige denn dann andere lieben. Mit diesen Menschen, haben wir es zur Zeit am meisten zu tun. Viele sind es noch gewohnt, dass gehorsam sein und keinen Widerspruch zu leisten etwas Positives war. Sie bekamen dann von Eltern, Lehrern und anderen Anerkennung und diese verwechseln diese mit Liebe. Doch das war und ist es nicht.

Die Bücher von Alice Miller , haben mich zu diesem Thema sehr zum Nachdenken gebracht und ließen mich für meine Person mir folgende Frage stellen:

„Wäre ich von meinem Eltern immer noch vorbehaltlos geliebt worden, wenn ich oft ungezogen, laut, andere Erwachsene beim Besuch störend, zornig, schlecht in der Schule, eifersüchtig, faul,dreckig, launisch, gierig, fordernd, nichts abgebend wollend vor ihnen gestanden hätte?“

Ich für mich, kann heute klar und deutlich sagen: „JEIN mit einer Tendenz zum Ja.

Würden Sie sich dann nicht fragen, frei nach dem Buch „das Drama des begabten Kindes“ von Alice Miller (S. 33):

„Inwieweit hätten meine Eltern mich dann noch geliebt? Zumal jedes Kind das doch auch ist. Könnte das auch heißen, dass eigentlich nicht ich, das Kind als solches, bedingungslos geliebt wurde, sondern eher das, was ich spielte zu sein? Das achtenswerte, verlässliche, mitfühlende, Verständnis aufbringende, ein unkompliziertes Kind eben, das aber im Grunde gar kein Kind mehr ist? Was ist dann mit meiner mir zustehenden Kindheit geschehen? Bin ich dann nicht um meine Kindheit betrogen worden? Als Erwachsener später kann ich jetzt nicht mehr zurück. Ich kann meine Kindheit nie mehr nachholen. Von Beginn an war ich ein kleiner Erwachsener. Meine Fähigkeiten und Talente wurden sie einfach entwertet?“

Was ist denn die „Liebe“ überhaupt?

Wikipedia schreibt dazu: „Liebe  ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. … Liebe ist ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht.“

Bevor ich jedoch jemanden anderen lieben kann, ist es wichtig mich selbst zu lieben! Also herauszufinden, empfinde ich für mich selbst eine überaus starke Zuneigung und Wertschätzung und das auch noch ohne wenn und aber, ohne Bedingungen?

Also keine „wenn-ich-dann-Selbstliebe“, sondern eine „auch-wenn-ich-dann-Selbstliebe“. Doch, wenn er das nicht von Geburt an erlebt hat, wie soll dieser Mensch dann sich selbst wirklich lieben können? Dann kann er auch andere nicht lieben!

Wir kommen zwar mit bedingungsloser Selbstliebe auf die Welt und nehmen alles von uns an, egal was.

Oder ist ein Baby am Anfang nicht von allem begeistert, was es da an sich sieht, fühlt, entdeckt und hervorbringt usw. ??? Alles wird begeistert bestaunt und nichts wird von dem Baby selbst bewertet. Das lernt es von den Eltern, zum Beispiel „bääh da fässt man sich nicht an“ usw..

Es kommt im Laufe der Kindheit zu Erlebnissen, die wir, wie einen riesigen unsichtbarer Rucksack, immer mit uns mitschleppen. Diese frühen Ereignisse zu unterdrücken, vor der Welt zu verheimlichen, uns selbst dafür noch anzuklagen und zu kritisieren, kostet Energie. Zumal irgendwann der Teppich zu klein wird um alles darunter zu kehren oder immer mehr Kamele vorbeikommen, die das Gras, das wir so schön darüber angepflanzt haben, abfressen. Unsere Schatten wollen bearbeitet werden.

Schatten umfassen all das, was außerhalb unseres bewussten Gewahrseins liegt. Gewahrsein heißt, man nimmt wahr, was ist.

Man interpretiert also nichts in eine Sache oder Angewohnheit hinein, sondern nimmt diese einfach nur wahr. Schatten nehmen wir also nicht einfach nur so wahr, sondern wir wollen sie nicht sehen und unterdrücken und verstecken sie deshalb. Es sind verdrängte , ungewünschte Teile unserer Persönlichkeit.

Jeder von uns kam mit einer Masse von sehr persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften auf diese Welt. Wir haben also alle eine Art Kartenspiel an Besonderheiten, Wesensarten, Begabungen und Kompetenzen, das uns von Geburt an auszeichnete.

Doch jeder von uns durchlebte Erfahrungen, die wir von Geburt an machten. Es gab Eigenschaften, die unsere Eltern, Großeltern nicht mochten. Dies wiederum hat bei uns Beunruhigung, Kummer oder sogar Panik ausgelöst, nicht im Familieverbund gern gesehen oder geduldet, vielleicht sogar aus diesem ausgeschlossen zu werden, wenn wir unsere ursprünglichen Karten beibehalten. Als Konsequenz haben wir unser Verhalten den Glaubenssätzen und Kernüberzeugungen unserer Familie bzw. Umgebung angepasst, das heißt wir haben unsere Karten neu gemischt und veränderten unser Verhalten, um vom Familienverband geliebt zu werden. Dies geschieht vollkommen unbewusst und ist weder für die Eltern, Großeltern, Umgebung oder die Kinder selbst erkennbar.

Zum Beispiel:

In meinem ursprünglichen Kartenset müssen die Karten „Offenheit“, „Vertrauen“ und „Unbefangenheit“vorhanden gewesen sein. Ich ging schon als Kleinkind auf wildfremde Menschen mit einem großem Vertrauen zu und erzählte alles von mir und unserer Familie. Bis mein Vater mich sehr streng darauf aufmerksam machte, dass man das nicht macht und mir  befahl fremden Leuten nicht alles zu erzählen, was ich so erlebe. So nahm ich diese Karten raus aus meinem Set und legte sie in meinen unsichtbaren Rucksack und ersetzte sie durch die Karten „Verschlossenheit“ „Mißtrauen“und „Ängstlichkeit“. Ich wusste nicht mehr, was ich erzählen hätte dürfen und was nicht. So erzählte ich nichts mehr und hatte Mißtrauen und Angst vor fremden Erwachsenen und sage bis heute oft nicht, was wirklich in mir los ist.

Diese drei verdrängten Anteile „Offenheit“, „Vertrauen“, „Unbefangenheit“ und durch „Verschlossenheit“, „Mißtrauen“, „Ängstlichkeit“ ersetzten Karten habe ich mir erst bewusst machen müssen.

Vorteil der neuen Karten war sicher, dass mir damals als Kleinkind nichts passiert ist, da ich vorsichtig und mißtrauisch geworden bin, gerade gegenüber erwachsenen Männern. (Schließlich war Hamburg eine Groß- und Hafenstadt und es gab Verbrechen an Kindern) Ich kann da meinen Vater verstehen, dass er auch Angst um mich hatte. Der negative Aspekt war, ich wurde allgemein Menschenfeindlicher und machte alles mit mir selbst aus. Ich überlege manchmal noch heute dann erst oft, ob ich das so sagen kann oder nicht. Oder es wabert in meinem Unterbewusstsein und platzt plötzlich heraus, als Wut, dass ich nicht viel früher etwas gesagt habe, oder als Trauer, dass ich mir alles sagen lasse und ertrage, obwohl ich meine eigenen offenen Worte mir verkniffen habe.

Diese verdrängten Anteile sich bewusst zu machen und warum man sie verdrängt hat und wieder in das eigene Leben zu integrieren, das ist ein Teil der Schattenarbeit.

Also als Kinder haben wir unser Kartenspiel verändert , um geliebt zu werden, und verfrachten das andere, wovon wir als Kinder meinten, das ist unerwünscht wurde ins Unterbewusstsein verschoben. Doch diese Seiten sind wir auch! Wenn ich diese also immer noch abspalte, dann liebe ich mich nicht mit allem Drum und dran, sondern verbiege mich noch immer wie ein Kind.

Doch wenn wir uns zuallerst nicht bedingungslos selbstlieben, dann können wir andere gar nicht wirklich wahrhaftig lieben!

Sobald ich zu mir oder anderen sage „Ich liebe Dich, wenn Du so bist“ oder “ Du bist das nicht, deshalb liebe ich dich nicht“, dann sehe ich meine Liebe als Tauschgut und das ist dann ein Handelsgeschäft und keine Liebe.

Wenn Sie sich um andere kümmern wollen, ist es geradezu Ihre Pflicht sich zunächst um sich selbst zu kümmern!

  • Sind Sie sich selbst gegenüber Ihr bester Freund?
  • Ein wirklicher Freund nimmt sich Zeit, wenn Sie ihn am meisten brauchen, oder?
  • Einem wirklichem oder als wahrer Freund hören Sie zu, oder?
  • Wann geben Sie sich selbst Zeit und hören sich selbst aufmerksam zu?

Nur wenn wir uns selbst ohne Bedingungen lieben oder anerkennen und so ein bedingungsloses Herz für uns selbst haben, können wir auch andere ohne Bedingungen lieben und anerkennen. Zudem wissen wir , was Liebe ist!

Wir sind uns dann unseres Selbstwertes bewusst und wissen  dass wir jedem einzelnen anderen Menschen auf dieser Welt ebenbürtig sind, nicht mehr aber auch nicht weniger wert sind.Wir sind alle ebenbürtige Menschen.

Jeder Einzelne auf dieser Erde ist wichtig und hat seine Bestimmung hier auf diesem Planeten!!!

Wir sind alle gleich! Wir sind Menschen, die mit einer „Berufung“ und „Kraft“ auf diese Erde gekommen sind. Nicht mehr und nicht weniger!

Ihre

Brigitte H. Alsleben

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