Ist ein Klaps zuviel für die Würde eines Kindes? Ja!

Ist ein Klaps zuviel für die Würde eines Kindes? Ja!

Auf jeden Fall, denn die Würde eines Menschen ist laut Grundgesetz unantastbar, auch wenn das zur Zeit für unser Land immer weniger gilt und von unseren gewählten Politikern momentan mit Füßen getreten wird, indem man Polizei auf friedliche Bürger hetzt, nur weil diese es wagen für unsere demokratischen Menschenrechte zu demonstrieren.

Diese Politiker, die in ihrem Amt jetzt wohl richtiggehend aufgehen und sich darüber profilieren und sich wohl nicht mehr zur Allgemeinheit zählen. Denn warum sonst meinen sie immer „die Bürger müssen endlich…“, anstatt richtigerweise zu sagen „wir müssen…“. WIR SIND ALLE GLEICH WERT!!!!! Wenn man es genau nimmt, sind wir die Ansager und sie, die von uns gewählten Menschen an der „Macht“ unsere Angestellten, die uns gegenüber weisungsgebunden mit uns zusammenhängen. Es steht ihnen nicht zu, unser Wirtschaftssystem kaputt zu machen, uns in ein neues System hineinzuzwingen, uns wie Unmündige zu behandeln. Doch wir lassen es zu und diese machen es. Warum?

Wir alle können nichts dafür, denn wir sind selbst alle Opfer dieser Erziehung im Sinne von

  • „was willst du denn mal werden? (Bedeutung du bist noch nichts, erst wenn du das wirst bist etwas)
  • „ein Klaps hat noch niemandem geschadet“
  • „aus dir wird nie etwas Gescheites“
  • „so lange du deine Füße unter meinem Tisch stellst…“
  • „das Leben ist kein Ponyhof“

All diese Sprüche, Glaubenssätze oder Muster zeigen einen Selbsthass oder zumindest eine nur „Wenn-Dann-Liebe“ bei den Erziehungsberechtigten sich selbst gegenüber und somit auch anderen gegenüber. Und später werden aus den so erzogenen Kindern wieder solche Eltern  und es geht immer so weiter.

Warum?

Wir sehen alles auf unserem Lebensweg durch diese Konditionierungen, die wir aus der Kindheit mitbringen, und die, bis man sich ihrer Auswirkungen überhaupt mal bewusst wird, meistens mehrere Jahrzehnte Zeit hatten, sich in unserem Gehirn breit zu machen und ewig wie eine eingefärbte Sonnenbrille unsere Sicht auf unser Leben beeinflußen.

Das Problem liegt daran, dass uns diese subjektive Sicht auf Ereignisse, Situationen und Menschen in unserem Umfeld nicht bewusst ist.

Wir haben also seit der Kindheit manche Muster als unbewusste Inkompetenzen in uns, diese bestehen beispielsweise:

  • aus unwahren Glaubenssätzen („ich bin es nicht wert“, „ich muss was leisten, um Aufmerksamkeit zu bekommen“ usw.),

  • Überzeugungen („die Welt ist schlecht“, „Das Leben ist kein Wunschkonzert“, „ich muss erst mal was werden, bevor…“ oder „meinetwegen kann er dies nicht machen“ usw.)

Deshalb ist es so wichtig dass wenigstens jetzt es beginnt, dass wir Kinder liebevoll das Leben vorleben. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass seinen Kindern nicht nur durch Vorleben zum Leben, zur Eigenverantwortung, dass wir alle gleichwertig sind und zur Liebe anleitet, sondern das die eigenen Vorstellungen gleich mit vermitteln will, wie das Kind später zu leben hat. Und wenn es sein muss und das Elternteil hat es selbst erlebt, dann mit Gewalt.

Jeder Mensch kommt als „guter“ Mensch auf diese Welt und wird erst „böse“. Auch furchtbarste, grausamste und unheilbringendste Diktatoren wie Hitler, Stalin usw., haben in ihrer Kindheit Schlimmstes erlebt und keinen Rückhalt oder Schutz von Erwachsenen erhalten. Wen es interessiert, dazu mehr in dem Buch „Am Anfang war Erziehung“ von Alice Miller, die sich mit diesem Thema sehr beschäftigt hat.

Ein Mensch wird nicht „böse“ geboren und kommt nicht als sog. schlechter Mensch auf diese Welt.

Hier ist ein Kapitel aus meinem Buch „Generalprobe Leben? Nein, wir leben bereits die Premiere! – Kolumnen, wie Sie ein Leben mit bedingungsloser Selbstliebe erreichen.“ Dazu hier mehr Infos!

Denn wir können uns dieses selbsthassende oder Liebe-nur-gegen-gewünschtes-Verhalten-Leben nicht mehr länger leisten. Es geht so ganz langsam alles kaputt und das liegt nicht an etwas von Außen kommendem, sondern an uns und unserem Innenleben.

Unser aller Beitrag für Frieden, Freude und Achtsamkeit auf dieser Welt

Ein Klaps zuviel für die Würde eines Menschen

Sind Sie bereits in Ihrem Leben die wichtigste Person? Ich hoffe doch, dass, abgesehen, natürlich von Ihren eventuell vorhandenen kleinen Kindern, Sie sich als die wichtigste Person in Ihrem Leben sehen! Denn dann können Sie eigentlich schon aufhören zu lesen. Sie sind dann mit sich schon im Einklang und Sie wissen bereits, dass nur Sie selbst, für Ihr Glück zuständig sind! Nicht Ihre Partner, Kinder, Eltern,usw. nur Sie allein! Die genannte Ausnahme, Sie haben kleine Kinder, dann sind diese die wichtigsten Menschen in Ihrem Leben. Denn für unsere Kinder haben wir natürlich, die ersten zehn bis fünfzehn Jahre, unser eigenes „Ich“ zurückzustellen und liebevollst für diese unsere Töchter und Söhne zu sorgen, denn sie sind ja kein ungeliebtes Weihnachtsgeschenk gewesen, sondern doch wohl hoffentlich bewusst bekommen worden. Bedenken Sie, dass das, was Kindern in den ersten Lebensjahren zugemutet oder angetan wurde, immer auf uns alle und zukünftige Generationen zurückschlägt. Im Guten, wie im Schlechten. Durch eine liebe- und respektvolle Behandlung unserer Kinder ohne Leistungsdruck, ohne Manipulation und ohne Kontrollzwang können wir einen großen Schritt zum Frieden machen. Aus diesem Grund, ist es mir ein Anliegen allgemein zu fordern, dass Kindern die Freiheit zugebilligt werden muss, Erwachsenen, auch ihren Eltern,Großeltern und anderen Verwandten Grenzen zu setzen, wenn die Kinder sich schlecht behandelt, überfordert oder sogar gedemütigt fühlen.

Jetzt geht es ja wieder auf Weihnachten zu. Noch heute denke ich mit Schaudern daran, dass mein Vater mich als Kind jedes Jahr aufs Neue dazu verdonnerte an Heiligabend, am Weihnachtsbaum, ein Gedicht aufzusagen. Die Adventszeit war für mich gelaufen. Klar, er war das von Zuhause so gewohnt, Gedicht aufsagen, Weihnachtslieder singen und dann durfte man, wenn man Glück hatte die Geschenke auspacken. Nur er vergaß bei der Sache, dass ich nicht, wie er Schauspieler war und er es somit gewohnt war, Texte auswendig zu lernen. Sondern ich mir zwar von den Weihnachtsgedichten den „Roten Faden“ merken konnte, aber nicht den Text im Einzelnen. Jedes Jahr, bis ich etwa 13 Jahre alt war, und er merkte, dass es aus diesem Grund immer wieder Streit an Heiligabend gab, dasselbe für mich grauenhafte Prozedere. Klar es hat mir nicht geschadet, aber auch nicht genutzt. Oder ein anderes, eigentlich harmloses Beispiel, die Drohung mit dem Weihnachtsmann, der alles sieht. Wenn Eltern nicht mit ihren Sprösslingen fertig werden, drohen sie „Das hört alles der Sankt Nikolaus oder Weihnachtsmann, also sei lieb und artig.“ Dabei sind Kinder nicht einfach von sich aus laut, quengelig, zornig oder streiten sich mit den Geschwistern usw.. Sondern sie spiegeln der Mutter oder dem Vater etwas aus deren Unterbewusstsein. Wenn Sie sich, also das nächste Mal darüber aufregen, überlegen Sie erst einmal, was ist vor diesem Moment in Ihnen selbst passiert? Ist da vielleicht eine Wut auf Jemanden hochgekommen, die Sie verdrängt haben oder sind Sie mit Ihrer Arbeits- oder Beziehungssituation unzufrieden? Oder an was erinnert Sie das? Es ist Ihr „Inneres Kind“, was dort reagiert auf die Verhaltensweise Ihres Kindes. Das „innere Kind“ ist ein nicht unbedeutender Teil unseres Unbewussten. Haben Sie bei Erlebnissen in Ihrer Kindheit, Wut, Ohnmacht, Trauer empfunden? Diese aber nicht zeigen dürfen und somit unterdrückt. Ihre Umwelt ist dazu da, diese in Ihnen unbewusst vorhandenen und wirkenden Gefühle immer wieder zur Bewusstmachung hochzuholen. Das ist, wenn wir es merken auch sehr gut für unsere Zukunft, denn wir können unsere Lebensumstände verändern, wenn wir unsere Gefühle erkennen, sehen woher sie kommen und etwas im Jetzt ändern. Denn auch diese von uns abgelehnten Gefühle gehören zu uns.

Zusammengenommen, alles gehört zusammen und zeigt immer eine Wirkung auf die eigene Lebensrealität. Ich wünsche mir, dass wir in diesem Augenblick immer daran denken, dass so, wie Kinder von Erwachsenen behandelt werden, sie sich genau so während ihres ganzen restlichen Lebens sehen. Da ich für mich wusste, als ich 20/30 war, ich könnte mich nicht mit Zuwendung, wirklicher innerlich gefühlter und nicht aufgesetzter nur gesagter Liebe und Freundlichkeit um meine Kinder kümmern, habe ich bewusst darauf verzichtet.

Heute könnte ich mit gutem Gewissen sagen, ja ich will Kinder, weil ich weiß, dass ich absolut liebevoll bin, denn ich erkenne mich an und habe, viele meiner unbewussten Gefühle mir bewusst gemacht. Jetzt ist es aber leider mit Anfang Fünfzig zu spät. Deshalb setze ich mich sowohl für die, in uns unbewusst lebenden „inneren Kinder“, und auch für die kleinen Kinder , die jetzt die Liebe, den Respekt und die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Eltern benötigen, ein.

Entschuldigen Sie, wenn ich mich jetzt wiederhole, aber es ist einer meiner wichtigsten Anliegen für diese Zeit. Lassen Sie Ihr Kind nie folgendes von sich denken müssen: „Könnte das auch heißen, dass eigentlich nicht ich, das Kind als solches, bedingungslos geliebt wurde, sondern eher das, was ich spielte zu sein? Das achtenswerte, verlässliche, mitfühlende, Verständnis aufbringende, ein unkompliziertes Kind eben, das aber im Grunde gar kein Kind mehr ist? Was ist dann mit meiner mir zustehenden Kindheit geschehen? Bin ich dann nicht um meine Kindheit betrogen worden? Als Erwachsener später kann ich jetzt nicht mehr zurück. Ich kann meine Kindheit nie mehr nachholen. Von Beginn an war ich ein kleiner Erwachsener. Meine Fähigkeiten und Talente, wurden sie einfach entwertet?“ (frei nach „das Drama des begabten Kindes“ von Alice Miller, S. 33 )

Lieben Sie bitte Ihr Kind auch dann oder gerade dann, wenn es laut, zornig, schlecht in der Schule, in den Tag hineinlebend, sich mit den Geschwistern streitend, Ihnen furchtbar auf den Geist gehend, eifersüchtig, faul, launisch, gierig, fordernd, nichts abgebend wollend vor Ihnen steht und zeigen Sie Ihm, dass es etwas ganz Besonderes ist und niemandem anderen gefallen muss! Dass es einzigartig ist. Denn es muss dann einerseits seine Gefühle nicht unterdrücken und später nicht erst mühsam lernen, diese zu sehen und bekommt diese dann auch von seiner Umwelt oder Ihren Enkeln nicht mehr gespiegelt.

Außerdem seien Sie ihm dankbar, denn Ihr Kind zeigt Ihnen auch Ihre unterbewussten Anteile, mit denen Sie im Clinch liegen oder die wunderbar an Ihnen sind.

Ihr Kind kann dann zu einem glücklichen Erwachsenen werden, der mit Achtsamkeit, Lebensfreude und Selbstliebe lebt, also ein „Alsleben“ führt. Dies wird es an seine Kinder weitergeben und der Teufelskreis ist durchbrochen. Frieden zwischen den Menschen, Freude, Liebe bei allen Erdenbürgern und Achtsamkeit für sich und andere und für unseren Lebensraum sind dann keine Illusion mehr, sondern lebendige Realität.

Ihr Beitrag dazu, könnte es also sein, sich sowohl um Ihr eigenes „inneres Kind“, um Ihre eigenen realen Kinder zu kümmern oder wenn, wie bei mir keine eigenen Nachkommen vorhanden sind, sich für Kinder im Allgemeinen einzusetzen.Und wenn es nur ein Lächeln ist oder aufmunternde Worte sind, wenn Ihnen ein traurig, ernst blickendes Kind begegnet. Oder Lachen und gezeigte Freude, wenn ein fröhliches Kind sich am Leben oder den Schnee , oder an dem Weihnachtsliedersingen erfreut.

Denn niemand ist als kriegerischer, kämpferischer, „böser“ Mensch auf die Welt gekommen, sondern wurde erst dazu gemacht.

Jemand, der sich selbst im Kern, als Mensch schon wertschätzt, wird nicht versuchen sich über Geld und Besitz zu profilieren. Er wird nicht versuchen sich selbst durch dieses zu erhöhen, denn er hat keine Angst vor anderen Menschen.

Diese wirklich selbstbewussten „großen“ Menschen werden nicht versuchen mit Gewalt, diktatorischen Gesetzen oder auch nur mit den Mitteln der Diffamierung und des Lächerlich machens, andere in die Knie zu zwingen.

Das machen nur Menschen, die sich unbewusst selbst hassen und eher kleinen gequälten Kindern ähneln.

Die „großen“ Menschen können Ratschläge annehmen, können zugeben, dass sie etwas nicht wissen und auch Gelehrte und Wissenschaftler fragen und akzeptieren, dass sie nicht allmächtig über alles selbst Bescheid wissen müssen. Und würden, wenn sie merken es sind keine positiven Ergebnisse zu erkennen, auch den eingeschlagenen Weg überdenken und andere Fachleute mit mehr Erfahrung heranlassen.

Ja das ist es, wenn Personen sich selbst nicht achten, sich nicht wertschätzen, sich nicht vollends anerkennen, haben sie Angst auch von anderen nicht geliebt zu werden. Sie werden alles im Außen versuchen, dass sie von anderen geschätzt werden und sei es illegal, mit Gewalt, als Diktator oder eben mit Geld und Korruption, oder wie jetzt mit dem Mittel der Diffamierung.

Diese Angst, oder Ohnmacht, nie wieder schwach zu sein, sich nicht wehren zu können, anderen ausgeliefert zu sein, kommt aus dem Unterbewusstsein. Dort ist es irgendwann als Baby oder Kleinstkind eingelagert worden. Zum Beispiel den ach so harmlosen Klaps. Ein Klaps ist nicht harmlos. Er ist Gewalt gegen ein wehrloses Kind und erzeugt Angst und diese wiederum eine Anhaftung /einen Schattenanteil im Unterbewusstsein.

Wenn jeder von uns sich um diese eigenen Schatten kümmern würde, dann bekommen wir endlich die Demokratie, die wir uns wünschen. Nämlich die, mit Eigenverantwortung, Vertrauen statt Kontrolle und mit friedlichem Miteinander statt misstrauischem Gegeneinander.

Brigitte H. Alsleben

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