Wahre, bedingungslose Selbstliebe erfordert als ersten Schritt Bewusstheit des eigenen Unterbewusstseins?! Warum? Darum!
„Eine Reise von zehntausend Kilometern beginnt mit dem ersten Schritt!“ Laotse
Doch was ist der erste Schritt auf Ihrer Reise zur bedingungslosen Selbstliebe?
Die Erforschung Ihres Unterbewusstseins!
Denn Sie können sich noch so viel vornehmen, wenn Ihr Unterbewusstsein Ihnen einredet “das schaffst Du ja doch nicht” werden Sie es wirklich nicht schaffen. Da können Sie sich bewusst noch so abstrampeln, Sie werden Ihr gesetztes Ziel nicht erreichen.
Kernüberzeugungen, die sich in der frühesten Kindheit gebildet haben und damals für wahr gehalten wurden, wenn Sie sich diese bis heute nicht angesehen und angenommen haben, sondern lieber unterdrückt und verdrängt haben, sind als Schattenanteile weiter in Ihnen.
Ich nenne sie gerne unbewusste Inkompetenzen. Diese haben ihren Ursprung in den Gefühlen, die Sie als Baby/ Kleinstkind empfunden haben. Und das kommt bei noch so liebevollen Eltern vor. Als Beispiel erzähle ich hier etwas von mir als frischgeborenes Baby: Da meine Mutter nicht stillen konnte und es in dieser Klinik oder in den 1960iger Jahren überhaupt auch nicht üblich war, dass Babys bei ihren Müttern sind, sondern im Saal mit den anderen Babys, bin ich wohl die ersten zehn Tage, bis zu ihrer Entlassung aus dieser Klinik nur einige wenige Male in ihre Nähe gebracht worden. Das war wohl der Grund, dass ich mich alleingelassen fühlte und auch Wut, Trauer und Angst verspürte. Meine Mutter konnte ja nun wirklich nichts dafür.
Daraus entstandene Kernüberzeugungen haben wir damals für wahr gehalten. Nochmals an meinem Beispiel veranschaulicht: Baby Gitti fühlte im Sinne von „Ich bin verlassen worden von der ganzen Welt und ich bin wertlos“. Diese Überzeugung ist ungeprüft und unkontrolliert in meinem Unterbewusstsein gelandet. Ich konnte ja damals nicht fragen „Hey was ist los, warum komme ich nicht zu meiner Mutter?“ Und so hat diese Annahme mein Denken und Fühlen immer unbewusst beeinflusst.
Ein anderes Beispiel zeigt eine Freundin und ihr Bruder aus Studientagen: Deren Eltern haben sich, als meine Freundin etwa fünf Jahre alt war, scheiden lassen und sie blieb bei der Mutter und ihr Bruder blieb beim Vater. Die Elternteile haben sich um das andere Kind sogar noch gekümmert. Doch Beide haben bis vor kurzem ein vollkommen unbewusstes Problem mit ihrem Selbstwert gehabt. Erst als wir auf unerkannte Blockaden zu sprechen kamen, erzählten sie mir ihren Verdacht. Denn beide erinnerten sich plötzlich daran, dass sie sogar Wut und Trauer empfanden, weil der andere Elternteil nicht mehr ständig erreichbar war. Schließlich konnten sie nicht sagen, „Hey Leute, Ihr einigt Euch wo wir gemeinsam hinkommen. Schließlich sind wir keine Möbelstücke, die man auseinander dividieren kann“ , und fühlten sich ohnmächtig angesichts der fatalen Entscheidung. Meine Freundin hat sich in ihren Beziehungen, um überhaupt jemanden zu haben, fast alles gefallen lassen und ihr Bruder, wurde oft aufgrund von Kleinigkeiten wütend, hatte stets einen inneren Antreiber in sich und dasselbe Erleben wie seine Schwester in Beziehungen. Beide kamen ständig in die selben unschönen Erlebnisse. Durch ein Selbstcoaching, wo sie ihren unbewussten Gefühlen gezielt auf den Grund gingen, sie sich diese also bewusst machen konnten. Sprich ihre unbewussten Inkompetenzen nun zu bewussten Inkompetenzen wurden. Indem sie sich ihrer unwahren Glaubenssätzen („ich bin es nicht wert“, „ich muss was leisten, um Aufmerksamkeit zu bekommen“ usw.) oder den Überzeugungen („Das Leben ist kein Wunschkonzert“, „ich muss erst mal was werden, bevor…“) bewusst wurden.
Aber warum kommt es immer zu den ungewollten Situationen? Diese unbewussten sog. negativen Schattenanteile haben eine ganz niedrige Schwingungsfrequenz und da alles auf dieser Erde Schwingung ist, ziehen sie gleiche Arten von Schwingung an. Sprich, wir ziehen so ohne Bearbeitung ständig Dinge, Begebenheiten in unser Leben, die wir eigentlich nicht wollen, auch wenn wir im Außen alles verändern.
Wenn man jedoch diese innerlich wabernden, unterdrückten und unerwünschten Gedanken und Gefühle sich selbst bewusst macht, kann man daran arbeiten und somit zu einer bewussten Kompetenz, das heißt bewusst zu neuen Glaubenssätze, Überzeugungen kommen. So kommen wir zu
- helfenden Glaubenssätzen („ich bin wertvoll“, „ich bin ein wunderbarer Mensch“ usw.)
- Überzeugungen wie „die Welt ist schön“, „Das Leben liebt mich“, „auch wenn ich mich ausruhe, bin ich ein wertvoller Mensch“ usw.
Wenn das neue Denken über sich und die Welt, dann in „Fleisch und Blut übergegangen“ ist, wird es zu einer unbewussten Kompetenz.
Bei dieser ist dann eine stärkere DNA nachzuweisen mit mehr Verzweigungen. Das ist wichtig für unser Immunsystem und wir ziehen durch das Resonanzgesetz neues Gutes, Erbauliches in unser Leben.
Nachdem Sie diesen ersten Schritt auf Ihrer bewussten Reise gemacht haben, können Sie jetzt Entscheidungen treffen. Wenn Sie sich Ihre unbewussten Anteile, „Schatten“ oder auch Ihre ungewollten und lange unterdrückten Seiten sich ansehen, anerkennen und Sie diese zulassen, kann Sie niemand mehr, durch das Drücken eines Knopfes in Ihre eigene Kindheit zurückwerfen, wo Sie diese Erlebnisse vielleicht ursprünglich hatten.
Beispiel:
X ist eifersüchtig, wenn Y sich mit Z unterhält. Da nichts, aber auch gar nichts ohne Sinn geschieht heißt das X hat Angst, dass Y ihn nicht liebt und für Z ihn verlassen könnte.
Denn X liebt sich selbst nicht bedingungslos und kann es sich nicht vorstellen, dass Y es tut. Y drückt unbewusst den Knopf der Angst oder Wertlosigkeit oder ähnliches bei X. Würde X sich fragen und sagen „nehme ich mich voll und ganz bedingungslos an? Wohl eher nicht, denn sonst würde ich nicht die Angst haben, dass Y mich verlassen könnte.“
Wenn X nun seine unbewussten Gefühle angesehen hätte, könnte Y sich unterhalten, mit wem sie will, es würde X nichts ausmachen.
Auch hier sind es wieder die eigenen unbewussten Glaubenssätze, die entdeckt werden möchten. (Ich bin nicht liebenswert; ich bin wertlos usw.)
Jedoch auch Y zieht X in ihr Leben und könnte sich fragen „weshalb ziehe ich jemanden in mein Leben, der eifersüchtig ist, der mir nicht traut, mich am liebsten anbinden oder ständig überwachen will?“ ; „Wo liegt da etwas in meinem Unbewussten als Inkompetenz?“ (wo traue ich mir selbst nicht?); „Was bin ich aufgerufen, vom Schicksal, Höchsten Selbst, Gott (oder wie Sie es nennen wollen), in meinem Innern zu bearbeiten?“ ; „Wo war ich schon mal in der gleichen Situation?“
Wenn Sie also Ihre unbewussten Anteile so gesucht, erkannt und zugelassen haben, kann niemand mehr bei Ihnen diese Knöpfe drücken! Sie sind dann frei und fühlen sich nicht mehr als ohnmächtiges Opfer Ihres Lebens sondern als Schöpfer Ihres Daseins!
Ich freue mich, dass es Sie gibt und Sie meinen Blogbeitrag gelesen haben.
Bis bald
Ihre Brigitte H. Alsleben